Termin- und Nachrichten-Filter vor dem Einstieg: 4 Prüfpunkte

Viele Verluste im Kleinkonto entstehen nicht durch ein schlechtes Setup, sondern durch ein Ereignis, das man vorher hätte sehen können. Vier Prüfpunkte vor jeder Order, in zwei Minuten erledigt:

  1. Makro-Termine heute: Zinsentscheid, Inflationsdaten (CPI, PCE), Arbeitsmarktbericht, BIP. Vor und direkt nach solchen Terminen springen Kurse, Stops werden mit Lücke ausgeführt. Plane an diesen Tagen kleiner oder gar nicht.
  2. Quartalszahlen des Wertes: Liegen Zahlen heute oder morgen an, ist das ein Gap-Risiko über den Stop hinaus. Daytrade nur, wenn die Zahlen bereits draußen sind.
  3. Gab es einen Kurssprung ohne Nachricht? Dann ist die Ursache unklar; kleinere Stückzahl oder Pause.
  4. Passt die Nachrichtenlage zur Richtung? Long-Ausbruch bei klar negativer Nachrichtenlage ist ein Widerspruch – dann kein Einstieg.

Beispiel

Der Wert springt vor Börsenöffnung um 5 % nach oben, der Ausbruch über das Hoch der ersten 15 Minuten ist dein Setup. Prüfung: Ist heute ein Makro-Termin? Gibt es Zahlen? Wenn nein, und die Nachrichtenlage bestätigt die Richtung, darf der Trade mit normalem Risiko laufen. Sonst halbe Größe oder aussetzen.

Als feste Routine

Schreibe die vier Fragen in dein Journal und hake sie vor jeder Order ab. Wer die Liste nur im Kopf hat, überspringt sie genau dann, wenn er aufgeregt ist.

Vorlagen: Risikokit (7 €), Trade-Gatekeeper (9 €).

Keine Anlageberatung; Handel kann zu Verlusten führen.

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Weiterführend: Werkzeuge und Gratis-Rechner von lateshift