Slippage: warum dein Fill schlechter ist als dein Plan

Slippage ist die Differenz zwischen geplantem und tatsächlichem Ausführungspreis. Bei kleinen Konten wiegt sie schwer, weil das Risiko pro Trade klein ist.

Rechenbeispiel

Konto 2.000, Risiko 1 % = 20 pro Trade. Einstieg 50,00, Stop 49,00, also 1,00 Risiko je Aktie, 20 Aktien. Wird der Einstieg zu 50,10 gefüllt und der Stop zu 48,90 ausgeführt, verlierst du 1,20 je Aktie statt 1,00: 24 statt 20, also 1,2 R statt 1 R. Zwei solcher Trades am Tag, und das Tageslimit ist schneller erreicht als geplant.

5 Regeln

  1. Limit-Order statt Market-Order beim Einstieg, besonders in den ersten Minuten nach Börsenöffnung.
  2. Spread vor der Order ablesen. Ist er größer als 10 % deines Stop-Abstands, lass den Trade aus.
  3. Handle liquide Werte: viel Volumen, enger Spread.
  4. Plane den Stop mit Puffer ein: Rechne Slippage als Aufschlag von 0,1 R in jeden Trade.
  5. Miss im Journal Plan-Preis und Fill-Preis. Nach 20 Trades kennst du deine echte Slippage.

Merke: Ein Setup mit +0,15 R Erwartungswert ist nach 0,1 R Slippage und Gebühren praktisch Null.

Vorlagen: Risikokit (7 €), Journal-Auswertung (2 €).

Keine Anlageberatung; Handel kann zu Verlusten führen.

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Weiterführend: Werkzeuge und Gratis-Rechner von lateshift