Order-Typen: Market, Limit, Stop und Stop-Limit im Vergleich

Der Order-Typ entscheidet, ob du den Preis oder die Ausführung kontrollierst. Beides gleichzeitig geht nicht.

TypDu kontrollierstRisikoGeeignet für
MarketAusführungSchlechter Preis bei breitem SpreadSehr liquide Werte, Notausstieg
LimitPreisWird evtl. nicht ausgeführtEinstieg, Take-Profit
Stop (Market)Ausführung nach AuslöserSlippage, besonders bei KurslückenStop-Loss
Stop-LimitPreisgrenze nach AuslöserBei schnellem Fall bleibt die Order offen, du bist weiter drinEinstieg bei Ausbruch

Beispiel

Du kaufst bei 20,00, Stop bei 19,50. Fällt der Kurs über Nacht auf 18,80, wird ein Stop-Market zu etwa 18,80 ausgeführt (Verlust 1,20 statt 0,50 je Aktie). Ein Stop-Limit bei 19,45 wird gar nicht ausgeführt, die Aktie bleibt im Depot.

Faustregeln

  1. Einstieg per Limit, außer der Spread ist winzig und du willst unbedingt rein.
  2. Schutz-Stop als Stop-Market: Du willst raus, der Preis ist zweitrangig.
  3. Ziel per Limit, direkt nach dem Einstieg platziert (Bracket-Order fasst beides zusammen).
  4. Prüfe, ob dein Broker Stops außerhalb der Handelszeiten auslöst. Meist nicht.
  5. Rechne die mögliche Lücke ins Risiko ein: Der echte Verlust kann über 1 R liegen.

Vorlagen: Risikokit (7 €), Trade-Gatekeeper (9 €).

Keine Anlageberatung; Handel kann zu Verlusten führen.

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Weiterführend: Werkzeuge und Gratis-Rechner von lateshift